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Von Immenstadt nach Oberstdorf ins Traufbachtal

Allgemeine Informationen:
Eine der weltfernsten Ecken des Allgäu ist das Traufbachtal. Vor allem die Steilflanken des Talschlusses zwischen Kreuzeck, Fürschießer und den Krottenspitzen sind völlig unzugängliches Niemandsland. Früher hießen die Krottenspitzen auch „Geisterköpfe“, weil man auf die Höhe dieser Berge einst die Geister aus der ganzen Umgebung zu bannen pflegte. In Gestalt hässlicher Krotten mussten sie fortan auf den wilden Felsspitzen bleiben. Gehässige Ironie zeigt der Älpler der Hinteren Traufbergalpe mit dem Schild „Zu den Wasserfällen, 40 Min“. Bisher ist noch nie jemand zu den weit oben im Reich der verbannten Krotten rauschenden Wasserfällen durchgekommen, der Steig endet nach kurzer Zeit. Aber das zweite Schild „Nach Rom 799 Km“ hätte ja schließlich auch misstrauisch machen müssen...

Tourbeschreibung:

Von Oberstdorf fährt man bequem über Gruben, Zwingbrücke und Dietersberg ins schön gelegene Trettachtal. Nähe Christlessee sollte man nicht auf die falsche Fährte des schmalen, teils unfahrbaren und extrem von Wanderern frequentierten Weges über Gattenried geraten. Stattdessen folgt man hier über die Trettachbrücke führenden Asphaltweg und fährt weiter dem breiten Schotterweg taleinwärts zum großen Gasthof Spielmannsau.
Bald folgt noch die nettere kleine Raststation Oberaualpe, dann eine eigentümliche Fahrt ins abgeschiedene Traufbachtal. Das Tälchen scheint schier unerreichbar, aber eine Asphaltpiste zieht atemberaubend, teilweise bis zu 29% steil, über den Traufberg und fällt ebenso krass wieder zur Traufbachbrücke ab. Von dort leitet ein holpriges, am Ende steiles Weglein hinauf zur Hinteren Traufbergalpe. Nach einfacher Rast, zu empfehlen sind die angebotenen Mahlzeiten, und Rückkehr zur Brücke fühlt man sich fast wie gefangen im Traufbachtal. Über die Steilroute möchte man nicht mehr zurück und geht deshalb mutig den Extrem – Trial durch die kleine Bachschlucht an – ein Nervenkitzel, mit teils ausgesetzt über der Bachtiefe verlaufenden Steig.

Dazu ist zu sagen das ein Verbotsschild am Eingang dieses Pfades darauf hinweist dass das befahren der Schlucht mit dem Mountainbike verboten ist. Ich hab das Schild im letzten Augenblick gesehen da es nicht gut ersichtlich an einem Baum rechts am Weg befestigt ist. Das Risiko den Weg zu fahren ist in meinen Augen unverantwortlich und sollte daher besser gelaufen werden (ca.10min). was eh schöner ist, da man das Naturschauspiel besser genießen kann.

Am Ende der Schlucht führt dann wieder ein etwas breiterer Waldpfad, der gut zu befahren ist, ins Trettachtal und man fährt über den Christlessee zurück nach Oberstdorf. Der Mini – See hat eine auffallend schöne, blaugrüne Farbe und ist sehr klar. Er wird von zwei Quellen am Grund gespeist und soll früher Revier des „Schlammsucher-Männleins“ gewesen sein, das den feinen Schlamm des Seegrundes mit einem Sacktüchlein aufklaubte und daraus vermutlich Goldstaub gewann.

 
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