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Von Immenstadt nach Oberstdorf ins Oytal
Allgemeine Informationen:
Der Stuiben, von der Käseralpe herabkommend, stürzt mit bedeutender Wasserfülle in zwei mächtigen Armen in einen tiefen Felsenkessel, aus dem leichte Nebelschleier aufwirbeln, in welche die Morgensonne die schönsten Farbenkreise zeichnet. Der Stuibenfall im hinteren Oytal ist einer der herrlichsten Wasserfälle des Allgäus. Der Aufprall des tosenden Wassers ist so gigantisch, daß es als feiner Wasserstaub in die Höhe stiebt. Davon erhielt dieses fast am Wegrand liegende Naturschauspiel seinen Namen.

Tourbeschreibung:

Von Oberstdorf fährt man an der Oybele Festhalle vorbei auf dem Fußweg steil hinauf zum Cafe Kühberg. Dort mündet man an den meist gemächlich taleinwärts führenden Asphaltweg, der außer von Wanderern und Bikern nur noch von einem Stellwagenverkehr zum Oytalhaus benutzt wird. Im Verlauf zweigt der herrliche Weg ab, der äußerst idyllisch durchs enge Oybachtal führt und alternativ für Auf- und Abfahrt ins Trettachtal genutzt wird. Vor dem Oytalhaus genießt man nicht nur die prächtige Fahrt zwischen den talbegrenzenden Bergriesen, nein, es geht auch noch durch eine wunderschöne Bergahornallee. Am Gasthaus findet die Aspahltierung ein Ende, und man überquert bald den Oybach und folgt der holprigen Schotterpiste. Gut, dass man jetzt ein Fully hat... Hinter der Gutenalpe und dem Prinzenkreuz (hier entging Prinz Luitpold von Bayern 1872 knapp einem Bergsturz) wird die Fahrt steiler und man gewinnt schnell an Höhe. Die Auffahrt am Wasserfall vorbei ist fast zur Käseralpe sehr heftig. Als herrliches Rastplätzchen liegt die Alpe inmitten der Allgäuer Bergriesen. Hier, zwischen Höfats, Schneck und Großem Wilder, kommt man sich ziemlich klein vor und es besteht kein Anlaß zum Überflieger wie in jener alten Oytaler Sage: Auf der Lugenalp im Oytal fand der Bauer jedes Frühjahr ein Wildes Männlein vor, das willig das Vieh übernahm und es den ganzen Sommer lang zuverlässig hütete. Das Männlein verlangte keinerlei Geld für seine Arbeit. Da es aber stets ziemlich schäbig gekleidet war, schenkte ihm der Bauer eines Tages ein nagelneues grünes Röcklein. Das Männlein nahm den Rock, kleidete sich an, betrachtete sich von allen Seiten selbstgefällig und schrie vor Begeisterung: „Bin i jetzt so hübsch und fei und satt no länger Kuehhirt sei?“ Dann ging es fort und ist nie mehr zurückgekommen ...

Ein krönender Abschluss wäre ein Wanderung auf die Höfats, der Ausblick ist grandios bei schönem klarem Wetter..
 
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