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Allgemeine Informationen: Eine (wahre) Geschichte.....
Ein armes Oberstdorfer Bäuerlein wanderte einmal verzagt hinauf zur Dietersbacher Alp. Hinter Gerstruben war damals der Weg recht beschwerlich. Er stolpert über einen Brocken und als er auf dem Boden liegt, blitzt ein Spieglein grell unterm Fels hervor. Der Mann greift danach und wie er den Spiegel so hält, erkennt er im Glas die Höfats. Aber die ist nicht grün wie er sie kennt, sondern von oben bis unten mit Millionen goldener Tannenzapfen behängt. Plötzlich sieht er ein Zwergmännlein zwischen all dem Reichtum umherkrabbeln. Der Wicht bricht sich Zapfen ab und steckt sie in einen Sack, den er vor Schwere kaum mitziehen kann. Jeden Moment, meint der Bauer, müsse die Last den Kleinen in die Tiefe reißen. Da dreht sich das Männlein um und ruft ihm zornig zu: „Wirf den Spiegel weg, ich muß aus der Wand fallen wenn du ihn weiter hältst und dir bringt er kein Glück. Ich mach dich reich dafür!“ Der Bauer gehorcht und wirft den Spiegel in die Alpenrosenbüsche am Weg. Wie er jetzt zur Höfats hochschaut, ist sie wieder mattengrün wie ehedern. Er will sich abermals nach dem Spiegel bücken, da steht mit einem Male das Männlein bei ihm und sagt: „Laß, das gehört dir nit! Es wär dir Tod und Hölle, eine Teufels- falle, hättst den Spiegel nicht weggeworfen, wären wir nun beide tot!“ Dann erzählt der Kleine, daß er ein Venediger sei, denen alle Gold-und Silberschätze der Alpen gehörten und daß sie niemand stören dürfe, wenn sie sammeln. Er nimmt einen Tannenzapfen aus seinem Säckle, drückt ihn dem Bauern in die Hand und verschwindet. Atemlos berichtet der Bauer daheim in Oberstdorf allen das Erlebte und zieht schließlich seinen Schatz aus der Tasche. Aber statt des Goldes fällt ein schwarzbrauner Roßbollen aus seinem Sacktuch – Gelächter und Spott sind groß, die Gläubiger wollen nun keine Geduld mehr mit dem Narren haben und bringen ihn um Haus und Hof. Der Bauer landet mit der ganzen Familie im Armenhaus.
Voller Wut und Bitterkeit, ob der Enttäuschung packt er den Roßbollen ein und wandert über die Berge nach Venedig, wo es nicht lange dauert, bis er den Kleinen findet. Dieser führt ihn in einen prächtigen Palast, Bedienstete legen ihm einen Goldmantel um und er besteigt einen Thron – das schäbige Mämmlein entpuppt sich als Venedigerkönig, der nun ob soviel Allgäuer Hartnäckigkeit ein gütiges Einsehen hat. Der Bauer klagt noch bitterlich über die Begegnung am Höfats und ihre Folgen: „Lueget her! Hintanocha isches a Roßbolle gsi!“ Aber wie er sein Tuch auspackt, fällt wieder ein Goldklumpen auf den Tisch. Die Venediger weisen ihm nun einen Gang durch den er laufen soll ohne die Augen zu öffnen und stopfen ihm dabei die Taschen voll. Er tat wie geheißen, lief und lief und stand plötzlich wieder zu Füßen der Höfats, wo er einst den Spiegel fand. Er fand seine Taschen voller Gold, stieg fröhlich wie nie hinab nach Oberstdorf und die Familie hatte eine Not mehr.
Tourbeschreibung: Das Dietersbachtal beherbergt mit dem Weiler Gerstruben die älteste Siedlung der Gegend rund um Oberstdorf. Als jenes Talbecken noch weitgehend Sumpflandschaft war, errichteten die über das Lechtal gekommenen Walser hier aus massiven Balken schon ihre ersten Bauernhäuser. Deshalb wird das Tälchen manchmal nicht nur Gerstrubental, sondern, in Anspielung auf Großes und Kleines Walsertal, scherzhaft auch das „Kleinste Walsertal“ genannt. Die Ansicht der alten Gerstrubner Holzhäuser mit der grünen Höfats im Hintergrund ist eines der beliebtesten Allgäuer Kalendermotive. Dieser sehr markante Grasgipfel gehört zu den leicht erkennbaren Wahrzeichen der Allgäuer Alpen.
Viele Superlative umschreiben die Faszination der Höfats. „Wie eine vierteilige Flamme schießt er empor, mit Formen wie die Linien eines gotischen Domes“ wurde da schon überschwenglich formuliert. Er gilt als der herrlichste Grasberg des Allgäus und als Berg des Edelweiß, das hier gedeiht wie sonst kaum irgendwo. Der Alpenpionier Hermann von Barth setzt sich in seinem Tagebuch allerdings auch mit den schwierigen und gefährlichen Schattenseiten dieses Grasaufstiegs auseinander. Seine noch genagelten ledernen Schuhsohlen fanden auf dem ungewohnten Terrain wohl nur wenig Halt, im kurzen Gras faßte er mit den Händen vergeblich nach Angriffspunkten. Bei Nässe kann die sehr luftige Höfats-Unternehmung in der Tat lebensgefährlich sein, was nicht wenigen unerfahreneren Berggehern schon zum Verhängnis wurde.
Für den besonders landschaftlich reizvollen Bike Trip ins Dietersbachtal rollt man zunächst auf der breiten Schotterpiste sehr gemütlich an der Trettach entlang und über das Gasthaus Gruben taleinwärts. Kurz nach der Zwingbrücke zweigt der asphaltierte Gerstrubner Weg ab. Bevor man die steile Auffahrt in Angriff nimmt, sollte man einen kleinen Abstecher zu dem wunderschön gelegenen Christlessee machen (ca. 5min taleinwärts). Nach steiler Auffahrt hoch über dem Hölltobel ( nicht zum Biken gedacht ) gelangt man zum Gasthof Gerstruben. Die sehr nette Wirtsfamilie betreibt diese Einkehr schon in der dritten Generation. Man folgt dem im Verlauf stets holpriger werdenden Weglein durch ein traumhaftes Bergtälchen, bis die Piste im hinteren Talschluß an der Dietersbachalpe endet.
Die Bike Tour kann man noch mit einem Aufstieg auf die Höfats verschönern, wobei festes Schuhwerk (Bergschuhe) notwendig sind. Der Ausblick dort oben ist ein Traum ...
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