| Mountainbiketour nach Bolsterlang zum Schwabenhaus |
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Allgemeine Informationen: Seit einigen Jahren hat sich hier in uns`rer schönen Alpenwelt zu Steinbock und Murmeltier ein neues Säugetier gesellt. Gemeint ist hier das Alpenschwein. Es kommt gepackt mit Fressereien, an Wald und Berg sich zu erfreuen. Setzt sich dann hin am schönsten Platz und stopft sich alles in den Latz. Geht es dann weiter vollgefressen, sieht man genau, wo es gegessen : Einkaufstüten, Büchsen, Flaschen, Coladosen, Plastiktaschen, das alles liegt am Berg herum. Man sieht, das Alpenschwein ist dumm. Es trägt bergauf gern voll und schwer, bergab wärs leichter, weil ja leer. Das geht jedoch dem Alpenschwein, nicht in seinen Schädel rein. Im Sommer drauf am selben Fleck, setzt es sich in den eigenen Dreck. Ein Allgäuer Schriftsteller erfand ein wunderbares Banmat über die besondere Wortkargheit und Sprödigkeit seiner Landsleute, vor allem die der Bergler: „Wenn du hundert Allgäuer aufeinanderlegst, dann ist der oberste grad so verdruckt wie der unterste.“ Der leider unbekannte „Dichter“ der oben ausgeführten, auf einer großen Tafel für Gäste besonders einladend am Schwabenhaus prangenden Verse scheint die berühmte Ausnahme von der Regel zu sein. Dieser Allgäuer ist so gar nicht „verdruckt“ er sprüht geradezu vor Mitteilungsbedürfnis, es lief ihm schier der Mund über vor lauter Gesabbel. Vermutlich ist der Verfasser der ausgesprochen gastfreundlichen Zeilen im Umfeld der Hütte zu finden. Gehört er gar zu den heimlichen Schilder- Fetischisten? Es prangen nämlich, unmissverständlich passend zu den anderen „Hinweisen“, zwei weitere Drohungen am Schwabenhaus: „Wir nehmen unseren Müll ,mit nach Hause. Und Du?“ heißt es da und natürlich das unvermeidliche „Der Verzehr von mitgebrachten Speisen und Getränken ist nicht gestattet. Sollten all diese Sprüche vielleicht gar satirisch gemeint sein? Vermutlich nicht, sie gehören wohl zu einer sehr eigenwilligen Allgäuer Art, Bergtouristen als verzehrende Gäste in seine Berghütte zu locken. Erfreulicher wären allerdings kundenorientiertere Vorgehensweisen und nicht zu solch peinlichen Schilderwald, wie geschehen, auch noch fettige, lauwarme Schinkennudeln mit völlig vertrockneten Schinken, wasserähnlichen Suppen und andere „Köstlichkeiten“ zu servieren. Tourbeschreibung: Die Bike-Tour zu dem kulinarischen Highlight Schwabenhaus beginnt zwischen Bolsterlang und Sonderdorf am Parkplatz des Dorflifts. Man rollt nach Sonderdorf und man muß gleich zu Beginn im Ort darauf achten, die richtige Einfahrt ins Bolgental zu nehmen. Die in der Ortsmitte so beschilderte Route führt zwar ebenfalls zum Ziel, ist aber schon kurz nach der Bolgenachbrücke völlig unfahrbar. Der alte, steile und geröllübersäte Wald-Karrenweg und Pfad ist nur für Fußgänger geeignet. Man fährt also zunächst ein Stück in Richtung Obermaiselstein und findet kurz vor der Fahrstraße zum Riedbergpaß das richtige, über etliche enge Kehren steil hinauf ins Bolgental ziehende Asphaltsträßchen. Zunächst leicht abschüssig geht es taleinwärts und bald an der Zunkleitenalpe vorbei, der ersten Raststation dieser herrlichen Runde. Die Piste ist jetzt wieder weitgehend asphaltiert und neigt sich langsam steiler, um später hinter der Bolgenalpe nochmals kräftig bis zur oberen Bolgenalphütte anzuziehen. Der bequem trassierte Weg endet hier im schönen Talschluß zwischen dem Bolgen-Massiv und dem Ochsenkopf. Eine steinübersäte Holperpiste leitet weiter steil hinauf zu einem großflächigen Grasplateau. Von hier wäre zu Fuß auf dem schönen Steig über den Nordostgrat der prächtigste Panoramagipfel dieser Gegend, das Riedberger Horn, erreichbar. Sehr lohnend ist zum Beispiel auch eine kleine Rundwanderung vom Horn über den Bolgen zum Wannenkopf und über die Obere Bolgenalpe wieder zurück zum Bike – Depot auf dem Grasplateau. Nach wenigen Metern Schiebepassage über das Wiesengelände folgt man ohne gravierende Höhenveränderungen dem Bergpfad in Richtung Schwabenhaus. Stufen, Absätze und Wurzelpassagen stellen gewisse Ansprüche an die Trial-Fähigkeiten des Bikers, einige wenige Schiebemeter dürften unvermeidlich sein. Beim Schwabenhaus mündet man wieder an einen breiten Schotterweg und folgt ihm besser gleich, oder nach einer Rast, kurz bergab und in Nähe der Hintereckalpe vorbei letztmals steil bergauf zum Grat zwischen Bolsterlanger Horn und Weiherkopf. Auf der Höhe wird die Piste zu einer traumhaften Panoramaroute, ein Höhenweg wie aus dem Bilderbuch. Das Auge hat freie Sicht weit über das Illertal hinaus fast über das gesamte Allgäu und die Allgäuer Alpen, schöner ist noch der Blick vom nahen Weiherkopf-Gipfel. Der erste Blick auf die Abfahrt treibt dann allerdings auch den Angstschweiß in die Handflächen. Der Weg fällt gleich mit satten 25% Neigung zu Tale und erreicht im späteren Verlauf an der Mittelstation der Hörnerbahn vorbei bis zur Talstation bei Bolsterlang Gefällewerte von teilweise über 30%.... Tourdauer: ca. 2-5 Stunden | Höhenmeter: 400 - 1000 | Technikanspruch: mittel - gut | Tourvarianten: bis zu 7 |

